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Zu den per E-Mail übermittelten Dialogen
Auf dieser Seite werden Beobachtungen aus dem kindlichen
Sprachgebrauch gesammelt.
Sollten Sie als Eltern, Großeltern, Pädagogen, Psychologen oder
anderweitig an der Sprachentwicklung Interessierte Beobachtungen zum
Sprachgebrauch machen und diese auch anderen zugänglich machen wollen,
können sie hier veröffentlicht werden. Gefragt sind Beobachtungen von
Kindern, die Deutsch als Muttersprache lernen und sich im Alter von etwa 1;0
bis 4;0 Jahren befinden. Von besonderem Interesse sind Beobachtungen aus
dem Kommunikationsalltag in der Familie des Kindes und hier vor allem
solche Dialoge, die das Kind spontan-initiativ beginnt.
Sofern Sie es wollen, würden diese Beobachtungsdaten in
folgender Form veröffentlicht:
Name des Beobachters, Ort (ggf. Angaben zum gesprochenen Dialekt) und
Datum der Beobachtung
die Beobachtungsdaten selbst
Die Beobachtungsdaten sollten unbedingt folgende Angaben enthalten:
Name des Kindes (realer oder anonymisierter Name)
genaues Alter des Kindes in Jahren, Monaten und Tagen, z.B. 2;2,20 für
zwei Jahre, zwei Monate und zwanzig Tage
Situationsbeschreibung: kurze, aber prägnante Angaben zur Situation,
in der das Kind die interessanten Sprachäußerungen produzierte
(wo befindet es sich, mit was spielt es, worauf zeigt es, mit welchen
Personen spielt es, wer ist der Dialogpartner)
die vollständige Äußerung des Kindes; die Sprache wird
so verschriftet, wie sie gehört wurde, z.B. "Daudein pielt" (Baustein
gespielt), "Lade ham!" (Schokolade haben!) oder "Tatte Eka" (Tante Erika);
kommen starke lautliche Wort-Vereinfachungen vor (wie das ganz typisch
in der Anfangsphase des Spracherwerbs ist), müsste in Klammern
die Bedeutung mitgeteilt werden
die vollständige Äußerung des Erwachsenen in genauer
Wortfolge, die der kindlichen Äußerung vorausgegangen ist oder die der
kindlichen Äußerung (z.B. als Antwort) folgt; besonders
genau wäre es, wenn der Dialog in seiner vollständigen Form
mitgeteilt werden würde (siehe Beispiele für Dialogabläufe)
Angaben zum Dialekt sind besonders dann wichtig, wenn dialektgebundene
Wörter im Kindersprach-Dialog vorkommen.
Beispiele für dialektabhängige Bezeichnungen (nach dem
Wortatlas der deutschen Umgangssprache)
Sprach-
beispiel |
niederdeutsch |
fränkisch |
thüringisch |
sächsisch |
alemannisch |
schwäbisch |
bairisch-
österreichisch |
einige
Städte |
Berlin
Rostock
Hamburg
Münster |
Trier
Köln
Worms
Würzburg |
Jena
Gera
Schleiz
Eisenach |
Dresden
Görlitz
Zwickau
Leipzig |
Freiburg
Zürich
Basel
Bern |
Stuttgart
Augsburg
Ulm
Aalen |
München
Regensburg
Salzburg
Klagenfurt |
Fußball
spielen
(unter
Kindern) |
bolzen
mauken
(Brandenburg) |
pöhlen
pöhlern |
bolzen |
bäppeln
bäbbeln |
tschutten
tschuten |
kicken |
bolzen |
es eilt
nicht |
es eilt nicht |
es pressiert nicht |
es eilt nicht |
es eilt nich |
es pressiert nicht |
es pressiert nicht |
es is nit trawig
es is nit gnetig |
Verklei-
nerungs-
form von
"Haus" |
Häuschen |
Häuschen
Häusche
Häusje
Häusle |
Häuschen
Häusle
Häusl |
Häusche
Häusel |
Hüsli |
Häusle |
Häusl
Häusel |
das
Brötchen |
Rundstück
(Schleswig)
Brötchen
Schrippe
(Brandenburg
Berlin) |
Brötchen
Weck
Laabla
Laibl
Kipfl |
Semmel
Brötchen |
Semmel
Brötchen |
Weggli |
Weck
Wecken |
Semmel
Kipfl
Weck |
die
Harke |
die Harke |
der Rechen |
der Rechen |
der Rechen |
der Rechen |
der Rechen |
der Rechen |
| fegen |
fegen |
kehren |
kehren |
kehren |
wischen
wüsche |
kehren |
kehren |
| der Schnuller |
Schnuller
Nuckel |
Schnuller
Nuckel
Nuddel |
Nuckel
Nuggi
Schnuller |
Nuckel
Nuppel
Hudel
Schnuller |
Nuggi
Nuckel
Schnuller |
Schnuller
Zapfen
Titti
|
Dietzl
Dutzl
Schnuller
Titti
Fopper
Zutzl
Zutz
Lutscher
Luller |
Beispiele für die Beschreibung von Dialogabläufen sind
auf der Seite "Der Dialog" dargestellt.
Dialoge können in 2 Varianten mitgeteilt werden.
Variante1: Das Kind beginnt den Dialog, indem es sich an einen
Dialogpartner wendet und z.B. auf etwas zeigt, etwas bringt, plötzlich etwas
mitteilt oder nach einem Gegenstand fragt.
Variante2: Ein Erwachsener (Mutter, Vater oder andere
Bezugsperson) beginnt den Dialog, indem er sich an das Kind wendet und z.B. auf
etwas hinweist, etwas fragt oder auffordert.
Sofern Sie interessante Bebachtungen mitteilen wollen, können Sie über den folgenden Link zum Dialog-Eingabeformular gehen.
Zum Dialogeingabeformular
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Diese Seite ist Bestandteil des Informationsangebotes "Die
frühe Sprachentwicklung des Kindes"
http://www.einwortsatz.de
Autor: Bernd Reimann © 1998-2012
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